Empfehlungen, die sich einfach im Alltag umsetzen lassen
Je weniger Alkohol, desto geringer das Krebsrisiko
Jede Person ist selbst dafür verantwortlich, fundierte Entscheidungen zum Alkoholkonsum zu treffen. Immer mehr Menschen in der Schweiz gehen bewusster mit Alkohol um und entscheiden sich häufiger für weniger Konsum. Im Zeitraum von 2001 bis 2024 reduzierte sich der durchschnittliche jährliche Verkauf von reinem Alkohol pro Kopf von 10,6 auf 7,6 Liter.
Einfache Tipps für den Alltag
1. Reduktion des Alkoholkonsums
- Weniger ist immer besser: Versuchen Sie, den Konsum auf ein möglichst tiefes Niveau zu senken.
- Alkoholfreie Tage: Planen Sie mindestens 4 alkoholfreie Tage in der Woche ein, um Ihrem Körper Zeit zur Erholung zu geben. Oder legen Sie sogar einen alkoholfreien Monat ein. Die App DryJanuary hilft Ihnen dabei.
Alkoholmenge pro Woche und Krebsrisiko: - Die vier Risikostufen gelten für Frauen und Männer. Viele internationale Richtlinien für Männer empfehlen höhere Alkoholmengen als für Frauen. Das erklärt sich vor allem an Unterschieden im Körperbau, beim Alkoholabbau und beim allgemeinen Gesundheitsrisiko – nicht am Krebsrisiko.
2. Wahl der Getränke
- Geringerer Alkoholgehalt: Geniessen Sie Getränke mit einem niedrigeren Alkoholgehalt, wie z.B. Bier, anstatt hochprozentiger Spirituosen.
- Alkoholfreie Alternativen: Wählen Sie häufiger alkoholfreie Alternativen, wie Bier oder Cocktails ohne Alkohol.
3. Achtsame und genussvolle Lebensweise
- Ernährung: Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann dazu beitragen, das allgemeine Krebsrisiko zu senken. Konsumieren Sie viel Obst und Gemüse sowie reichlich Vollkornprodukte.
- Rauchstopp: Rauchen in Kombination mit Alkohol erhöht das Krebsrisiko erheblich, besonders für Krebsarten im Mund-, Rachen- und Speiseröhrenbereich. Wenn Sie rauchen, ist es ratsam, den Konsum zu reduzieren – oder, noch besser, ganz aufzuhören.
4. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen
- Arztbesuche: Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt können helfen, Krebs frühzeitig zu erkennen – das erhöht die Heilungschancen.
5. Information
- Sensibilisierung: Neben der Information über die Risiken des Alkoholkonsums braucht es das Bewusstsein des eigenen Konsumverhaltens. Achten Sie auch auf Warnsignale Ihres Körpers und holen Sie sich gegebenenfalls Hilfe.
6. Beratung
- Hilfe: Nehmen Sie professionelle Hilfe durch eine Ärztin / einen Arzt oder eine Therapeutin / einen Therapeuten in Anspruch, vor allem, wenn Sie Schwierigkeiten haben, Ihren Alkoholkonsum eigenständig zu reduzieren.
Durch diese Massnahmen können Sie Ihr persönliches Krebsrisiko aufgrund von Alkoholkonsum deutlich senken und gleichzeitig Ihre Gesundheit fördern.